Was der Hub leistet
- 74 Datenbanken
- 34 mit Live-Suche
- 11 Rubriken
- 91 Glossarbegriffe
- 7 direkt abfragbar
- täglich 6 Uhr aktualisiert
Die Quellen zu diesem Themenfeld liegen weit auseinander. PubMed und Embase decken die medizinische Literatur ab, Cochrane und Epistemonikos die Evidenzsynthesen. Daneben stehen Studienregister, Leitlinien, Fachgesellschaften und die Institutionen, die hierzulande die Regeln setzen — jede mit ihrer eigenen Suchmaske. Eine einzige Fragestellung sauber zu recherchieren bedeutet in der Praxis, denselben Suchbegriff ein Dutzend Mal in ein Dutzend verschiedene Suchmasken zu tippen.
Der Knowledge-Hub löst das mit einem schlichten Prinzip: ein Suchbegriff, eingegeben an einer Stelle. Mit dem Absenden stellen sich sämtliche Datenbankkacheln darauf ein; ein Klick führt direkt in die fertige Trefferliste der jeweiligen Datenbank, in einem neuen Tab, ohne erneute Eingabe.
Live-Suche, Portal, Lizenz
Nicht jede Datenbank lässt sich gleich ansteuern, und der Hub macht das sichtbar, statt es zu verschweigen:
- Live-Suche (34 Datenbanken) — der Klick führt unmittelbar in die Trefferliste.
- Portal (35) — Angebote wie LIVIVO oder die WHO-Plattform ICTRP erlauben technisch keine verlinkbaren Ergebnisadressen; viele moderne Verzeichnisse laufen vollständig im Browser und kennen keine Ergebnisadresse mehr. Der Klick führt auf die Startseite, der Begriff ist dort erneut einzugeben.
- Lizenz nötig (5) — etwa Scopus, Web of Science, Embase, CINAHL und APA PsycInfo setzen einen institutionellen Zugang voraus.
Diese Unterscheidung erspart die Enttäuschung, hinter einer vermeintlichen Suche auf einer Bezahlschranke zu landen — und macht transparent, wo die Grenzen frei verfügbarer Recherche verlaufen. Ein Filter blendet auf Wunsch nur die frei zugänglichen Datenbanken ein.
Alle Treffer auf einer Seite
Neben dem Suchfeld steht die Schaltfläche „Treffer direkt anzeigen“. Ein Klick, und der Hub befragt gleichzeitig die Datenbanken, die einen direkten Zugriff auf ihre Inhalte erlauben — derzeit sieben — und stellt die Fundstellen auf dieser Seite zusammen: PubMed, Europe PMC, OpenAlex, Crossref, DOAJ, ClinicalTrials.gov und Zenodo. Die übrigen halten ihre Inhalte für eine solche Abfrage verschlossen; sie bleiben über die Kacheln zu öffnen, mit bereits eingestelltem Suchbegriff.
- Jede Fundstelle nennt ihre Herkunft. Steht eine Arbeit in mehreren Datenbanken, erscheint sie einmal in der Liste und trägt mehrere Herkunftszeichen — zusammengelegt wird über die DOI.
- Aufsatz, Preprint, Studienregister oder Repositorium sind gekennzeichnet und lassen sich einzeln herausfiltern. Ob eine Fundstelle begutachtet ist oder eine angemeldete Studie, entscheidet darüber, wie sie zu lesen ist.
- Freie Volltexte sind ausgewiesen. Wo es eine legale frei zugängliche Fassung gibt, führt ein Verweis unmittelbar dorthin.
- Die Liste lässt sich mitnehmen — als Word-Dokument, als Excel-Tabelle und als RIS- oder BibTeX-Datei für Zotero, EndNote und Citavi.
Angezeigt werden 25 Treffer je Blatt. Die Reihenfolge verschmilzt die Ranglisten der einzelnen Datenbanken: Je weiter vorn eine Arbeit in mehreren Listen steht, desto weiter oben steht sie hier. Das ist ein Einstieg, keine vollständige Recherche — aber einer, der die Suche nicht mehr an der ersten Kachel enden lässt.
Die Abfragen laufen unmittelbar im Browser und erst auf Ihren Klick. Ein Server dieses Portals ist daran nicht beteiligt und erfährt weder Ihren Suchbegriff noch Ihre Treffer. Was die befragten Anbieter dabei erfahren, steht in den Datenschutzhinweisen.
Deutsch suchen, international finden
Internationale Datenbanken kennen keine deutschen Fachbegriffe — „Beinahe-Schaden" liefert dort nichts. Der Hub übersetzt deshalb 91 Fachbegriffe automatisch: Deutschsprachige Datenbanken behalten Ihren Begriff, internationale bekommen den Ausdruck, unter dem sie tatsächlich verschlagworten.
Maßgeblich ist dabei nicht das Wörterbuch, sondern die Indexierungspraxis: „Beinahe-Schaden" wird zu near miss, „nosokomiale Infektion" zu healthcare-associated infection. Umgekehrt bleibt stehen, was auch im deutschen Fachdeutsch englisch ist. Die Ergebniszeile zeigt jeweils, welche Fassung verwendet wurde; ein Schalter stellt die Übersetzung ab.
Fehlt ein Begriff, sagt die Seite das offen — und bietet an, ihn der Redaktion zu melden. Das Verzeichnis wächst so mit dem, was tatsächlich gesucht wird.
Boolesche Operatoren
AND, OR und NOT funktionieren nicht überall gleich. Wir haben es einzeln nachgemessen und kennzeichnen das Ergebnis auf jeder Kachel: geprüft und wirksam, geprüft und unwirksam — oder ungeprüft, wo der Anbieter eine automatisierte Prüfung nicht zulässt. Ungeprüftes zählt dabei nie als „kann es".
Neu in PubMed: täglich kuratiert
Über die Suchfunktion hinaus liefert der Hub einen redaktionellen Mehrwert. In der rechten Spalte steht eine täglich aktualisierte Auswahl aktueller Publikationen zum Themenfeld Patientensicherheit, jeweils mit deutscher Zusammenfassung.
Gesucht wird nach Arbeiten zu vermeidbaren Schäden in der Versorgung: Behandlungs- und Medikationsfehler, Krankenhausinfektionen, Sepsis. Ausgewählt wird nach Übertragbarkeit auf Deutschland: Ob eine Massnahme hier ankommt, entscheidet nicht ihre Wirksamkeit allein, sondern wer meldet, wer prüft und wer haftet. Bei sonst gleicher Qualität geht die übertragbare Studie der aktuelleren vor. Jede Studie trägt deshalb eine Zeile Übertragbarkeit, die in einem Halbsatz sagt, worauf diese Einschätzung beruht.
Aufgenommen wird nur, was ein benennbares Ergebnis hat; qualitative Studien und Expertenpapiere sind ausdrücklich eingeschlossen. Zu jeder Studie erscheinen Autor, Journal, Publikationsdatum, eine Einordnung der Fragestellung sowie ein hervorgehobener Ergebnisblock mit den zentralen Kennzahlen. Ein Klick führt auf den Originaleintrag in PubMed.
Die Auswahl trifft eine KI aus den tagesaktuellen Neuzugängen der US-amerikanischen National Library of Medicine. Damit deutsche Arbeiten sie zuverlässig erreichen, fragt der Hub PubMed zweimal ab: einmal allgemein und einmal gezielt nach Arbeiten mit Bezug zu Deutschland und Europa. Nichts geht verloren: Unterhalb der aktuellen Auswahl sammelt ein Archiv alle bislang vorgestellten Studien. Beides lässt sich als Word- oder Excel-Datei herunterladen.
Ausgewählt wird nach dem Tag, an dem PubMed eine Studie aufnimmt — nicht nach ihrem Erscheinungsdatum. Beide liegen oft Wochen auseinander: Eine im Juli erschienene Arbeit kann erst im August indexiert werden. Wo das der Fall ist, nennt die Karte beide Daten. An Wochenenden indexiert PubMed zudem kaum; dann bleibt die Auswahl näher am Freitag.
Volltext beschaffen
Recherche endet selten mit der Trefferliste, sondern mit der Bezahlschranke. Eine eigene Rubrik versammelt fünf Wege, die legal und ohne institutionellen Zugang gangbar sind:
- Nationallizenzen der DFG — Privatpersonen mit Wohnsitz in Deutschland können sich kostenfrei registrieren und erhalten damit regulären Volltextzugang zu dauerhaft lizenzierten Zeitschriftenarchiven. Wenig bekannt und der praktisch wirksamste Hinweis dieser Rubrik.
- Unpaywall — findet legale Open-Access-Fassungen anhand der DOI.
- Open Access Button — sucht freie Fassungen und fragt sie notfalls bei den Autoren an.
- subito — Direktlieferdienst wissenschaftlicher Bibliotheken.
- K10plus — Verbundkatalog als Grundlage für die Fernleihe.
Der Hub verweist ausschließlich auf Wege, die die Rechteinhaber selbst vorsehen.
Wer dahintersteht
Der Knowledge-Hub ist ein Angebot von Monitor Versorgungsforschung, dem unabhängigen und interdisziplinären Fachorgan für Versorgungsforschung. Herausgeber ist Prof. Dr. Reinhold Roski, die Chefredaktion liegt bei Peter Stegmaier; Verlag ist die eRelation AG – Content in Health in Bonn.
Frei von irgendwelchen Einflüssen und Einflüsterungen gleich welcher Art dafür sorgen, dass sich Versorgungsforschung zu einer Versorgungsforschungswissenschaft fortentwickelt — zum Wohle aller Patient:innen.
Das Fachorgan verbindet Versorgungsforschung, Versorgungsmanagement, Wissenschaft und Politik. Es spricht Versorgungsforscherinnen und -forscher auf wissenschaftlicher Ebene an, im redaktionellen Teil ebenso Anwender und Verantwortliche aus Kassen, Politik und Industrie. Seit 2015 erscheinen alle Artikel Open Access und damit kostenfrei. Publikationsverhalten und Ethik folgen dem Code of Conduct for Journal Editors sowie den Richtlinien des Verbands Deutscher Zeitschriftenverleger.
Der Knowledge-Hub führt diesen Gedanken fort: Er macht die Literatur auffindbar, statt sie zu verwalten — und stellt das Ergebnis allen zur Verfügung, die damit arbeiten. Dieses Portal ist das Schwesterangebot zum Knowledge-Hub Versorgungsforschung; beide sind gleich aufgebaut und unterscheiden sich nur im Thema.
Frei zugänglich, ohne Anmeldung, ohne Cookies
Der Hub ist kostenfrei und ohne Anmeldung nutzbar. Er setzt keine Cookies und bindet keine Analyse- oder Trackingdienste Dritter ein. Die Seite lädt nichts von fremden Servern nach — Schriften und Logo liegen auf demselben Server wie das Portal.
Wie oft die Seiten aufgerufen werden, zählen wir selbst, auf einem eigenen Server. Dabei wird nichts auf Ihrem Gerät gespeichert und keine IP-Adresse abgelegt; wiederkehrende Leser werden nur innerhalb eines Tages erkannt, und auch das über eine Zufallszahl, die jede Nacht ersetzt wird. Mitgezählt wird außerdem, wie oft die Suche benutzt wird; der eingegebene Begriff wird nur monatsweise und ohne jeden Bezug zum Aufruf gespeichert, und Krankheits- oder Diagnosebegriffe gar nicht — sie dienen der Pflege der Suchvorschläge. Näheres steht in den Datenschutzhinweisen.
Wird dieser Hub gesponsert, ist das auf der Startseite gekennzeichnet. Sponsoren ermöglichen mit ihrer finanziellen Unterstützung den Betrieb und das Hosting; auf die Auswahl der Datenbanken, der Studien und deren Darstellung haben sie keinen Einfluss. Ein Sponsorenlogo wird wie alle anderen Bilder vom Portal selbst ausgeliefert, nicht vom Server des Sponsors.
Impressum und Datenschutzhinweise stehen im Fußbereich der Startseite.
Ein lebendes Angebot
Die Liste der eingebundenen Datenbanken lässt sich erweitern, ebenso die thematische Ausrichtung der täglichen Studienauswahl und das Suchglossar. Wir laden Sie ausdrücklich ein, uns fehlende Quellen, unbrauchbare Verlinkungen oder Wünsche zur Schwerpunktsetzung mitzuteilen — gern an info@m-vf.de.
Denn eine Recherchehilfe für dieses Feld ist genau so gut wie die Praxis, aus der heraus sie mitgestaltet wird.